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800 Quadratmeter großer Gewässerkomplex am Butterberg kurz vor Fertigstellung

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"Die Natur kann jetzt übernehmen", sagt Andreas Fey. In atemberaubender Geschwindigkeit wurden die im Herbst des letzten Jahres begonnenen Arbeiten am "Naturprojekt Butterberg" mit der Erstellung eines 800 Quadratmeter großen dynamischen Stillgewässers jetzt abgeschlossen. Innerhalb einer Woche haben wir 500 Kubikmeter Erde bewegt, 800 Quadratmeter Folie verlegt und 180 Tonnen Tone und Lehme als Teichsubstrat eingetragen, so der Diplom Biologe. Einzig der Sturm in der letzten Woche hätte den Zeitplan fast durcheinander gebracht. Trotz Haltestangen und Befestigung der Folienränder mit 30 Kilogramm schweren Bruchsteinen, schoben die Windböen die 60 Meter lange Südseite über das Gewässer. "Hätten wir nicht Vorsorge getroffen und teilweise schon Wasser eingelassen, wäre die Folie jetzt wahrscheinlich auf dem Dach der Fachhochschule gelandet", so Andreas Fey. Das Naturprojekt in direkter Nachbarschaft des angedachten Wissenschafts- und Gründerparks gelegen, verzögerte sich auf Grund einer seinerzeit durch die Stadt Sankt Augustin nicht erteilten Baugenehmigung um fast ein ganzes Jahr.

"Wir wollten jetzt unbedingt bis Ende Februar fertig stellen, da im März die ersten Zugvögel, wie Kiebitz und Steinschmätzer das Areal besetzen. Auch viele der streng geschützte Amphibienarten beginnen im März mit ihrer Wanderung zu den Gewässern rund um den Butterberg", so Fey. Der Kiebitz ist hier seit Jahren ein kartierter Brutvogel. Das dynamische Stillgewässer hat eine Wasserfläche von 600-700 Quadratmeter und wechselnde Tiefen von 40 bis 90 Zentimeter. Zielarten sind u.a. viele Wasservögel, Kammmolch, Kreuz- und Wechselkröte und auch der selten gewordene Laubfrosch. "Ein Austrocknen des großen Gewässers in den Sommermonaten ist durchaus gewünscht", so Andreas Fey. Das dezimiert Fressfeinde der kleinen Kaulquappen wie die Libellenlarven oder auch Fische. Diese werden von Wasservögeln durch Laichtransport eingeschleppt. Abschließend wird nun noch das Gelände um das Gewässer modelliert und dann mit regionalem Saatgut eingesät.

"Die Natur mit ihrer Artenvielfalt wird explodieren", so der Diplom Biologe.

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